Weiler Photography | Reisen »

Namibia 2017

 

Namibia

Aus Ghanzi (Botswana) kommend führte die B6 mich und meine kleine Reisegruppe über Windhuk zu unserem ersten großen Highlight in Namibia, dem Etosha Nationalpark.

Etosha Nationalpark

Der Etosha-Nationalpark ist das bedeutendstes Schutzgebiet Namibias und beheimatet 114 verschiedene Säugetier-, 340 Vogel-, 110 Reptilien-, 16 Amphibienarten und eine Fischart.
Unsere Zelte schlugen wir auf dem Okaukuejo Restcamp auf, welches recht schön in unmittelbarer Nähe eines des sehr beliebten Wasserlochs gelegen ist an dem man wunderbar die Morgen- und Abendstunden mit tollen Tierbeobachtungen verbringen kann.
Tagsüber ging es dann auf zwei ausgedehnten Safarifahrt durch den östlichen und westlichen Teil des Parks.
Der Name „Etosha“ stammt aus dem „Oshiwambo“ (Sprache der Bantu) und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“. Im Sommer, wenn es heftig regnet, verwandelt sich der Park in eine saftig grüne Oase. In sehr regenreichen Jahren kann es sogar vorkommen, dass sich die sonst ausgetrocknete Etosha-Pfanne bis zu 10 cm hoch mit Wasser füllt und so zahlreiche Flamingos und andere Wasservögel anlockt. Schwer vorstellbar, denn die meisten Pflanzen sahen ziemlich verdorrt aus.

 

Swakopmund

Nach dem Etosha Nationalpark ging es in die 500km südlich gelegene Küstenstadt Swakopmund, der wohl deutschesten Stadt Namibias. Viele Straßennamen, Hotels, Restaurants und öffentliche Gebäude tragen deutsche Namen und erinnern vom Baustil an die Kolonialzeit.
Die Stadt grenzt südlich an die Namib Wüste in dessen Dünen man sehr aufregende Quadtouren unternehmen kann. Ein weiteres Highlight bietet der Strand. Nach den nun fast zwei Wochen Steppe, Wüste und Savanne, war es schön, endlich auch mal einen Blick hinaus aufs Meer werfen zu können.

 

Wüste Namib

Nach erlebnisreichen Tagen in der afrikanischen Tierwelt, brachen wir heute in den „Namib-Skelettküste-Nationalpark, dem achtgrößten Nationalpark der Welt, auf. Dieser setzt sich aus mehreren ehemaligen kleineren Nationalparks zusammen, u.a. dem „Namib-Naukluft-Park, dem „Fischfluss-Canyon“ und der Skelettküste. Der 1570 km lange Nationalpark zieht sich nahezu an der gesamten namibischen Küste entlang.
Die Vegetation in diesem Nationalpark verändert sich häufig. Wir fuhren durch karges Savannengebiet, bewachsenes Buschland sowie steiniges Gebirge mit Hochplateau. Interessanterweise gibt es verschiedene Gesteinsarten aus unterschiedlichen Zeitaltern. Das Gebirge entstand durch Kontinentaldrift und Plattenverschiebungen. Sogar auf der Hochebene leben Zebras, Oryx-Antilopen, Springböcke und Geparde. Gegen Mittag hielten wir kurz am „Tropic of Capricorn“, dem südlichen Wendekreis der Sonne an. Der südliche Wendekreis ist der südlichste Breitenkreis, an dem die Mittagssonne zur Sommersonnenwende (in Europa Wintersonnenwende) am 21. oder 22. Dezember um 12 Uhr mittags senkrecht (im Lot) auf die Erde trifft.
Unseren Mittagsstopp zur Lunchtime verbrachten wir in Solitaire, ein liebevoll gestalteter Autofriedhof, wo man sich aber auch prima verpflegen konnte.
Unser Weg führte uns über mehrere 100 km ungeteerter Straßen zum Campingplatz „Sossus Oasis Campsite“ in der Zentralnamib, wo man abseits jedweder Lichtverschmutzung einen herrlichen Ausblick auf die Milchstraße hatte.

Um 6.30 Uhr öffnete das Gate des „Sossusvlei-Parks“ wo bereits eine lange Autoschlange wartete. „Sossus“ heißt übersetzt „Sackgasse“ und meint damit den Ort, wo die Dünen zusammentreffen und den „Tsauchab-Fluss“ am weiter fließen hindern. „Vlei“ bedeutet in der Sprache der Nama so viel wie „leerer Platz“ oder „Ort, wo nichts ist“ und bezeichnet damit z.B. die Lehm- und Salzpfanne bei der Sossusvlei-Düne. Auf dem Weg zur Sossusvlei-Düne hielten wir an der Düne 45 an. Diese erhielt ihren Namen, weil sie 45 km vom Gate entfernt liegt. Sie ist eine der meist fotografiertesten Dünen der Welt. Wir trotzten dem Sandsturm, erklommen die ca. 170 m hohe Düne und genossen die Aussicht von oben hinein in die Dünenlandschaft. Die roten Dünen mit ihren fast 350 Metern Höhe zählen zu den höchsten Dünen der Welt. Die Farbe erhält der Sand durch eine Eisenoxidschicht, mit der die Körner umhüllt sind.
Wunderschön und recht bizarr anmutend ist das recht bekannte „Dead-Vlei“, eine Ton-Pfanne , die durch eine Vielzahl abgestorbener Akazienbäume geprägt ist.

Heute stand uns erneut eine lange Fahrt bevor. Mitten im Nirgendwo erreichten wir nachmittags unser Hotel „Seeheim“. Es trägt seinen Namen aus der bei Darmstadt gelegenen südhessischen Gemeinde Seeheim, aus der die Vorfahren des heutigen Hotelbesitzers stammten.

Das heutige Tages-Highlight war der Besuch des „Fish-River-Canyon“. Dieser ist der größte Canyon Afrikas und nach dem „Grand Canyon“ in den USA der zweitgrößte Canyon der Welt. Er ist etwa 160 km lang, bis zu 27 km breit und bis zu 550 m tief. Der Fish-River ist mit einer Länge von über 650 km Namibias längster Fluss und mündet in den Oranje-River. Mittags hielten wir am „Canyon Roadhouse“ an. Die Raststätte hat ein ganz besonderes Flair. An der Bar hängen Nummernschilder aus der ganzen Welt. Eine Zapfsäule ist ebenfalls integriert. Das Ambiente ist liebevoll mit alten Autos, Weinkisten, etc. gestaltet. Auch ein kleiner Shop mit Souvenirs fehlt nicht.

Unsere heutige Unterkunft, das „Norotshama River Resort“, liegt ganz idyllisch am „Oranje-River“, 50 km nordwestlich von Noordoewer und befindet sich teilweise noch im Bau. Die Region ist für ihren Tafeltrauben-Anbau bekannt. Die Trauben werden u.a. nach Südafrika aber auch nach Europa exportiert. Der Oranje-River ist mit einer Länge von 2160 km nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika und fließt durch Lesotho, Südafrika und Namibia. Er bildet die Landesgrenze zwischen Namibia und Südafrika.

Hier endete mein kurzer Trip durch Namibia und weiter ging es am nächsten Morgen in das vierte Land meiner Reise, nach Südafrika.

Alle Bilder entstanden mit einer Fujifilm X-T2 und folgenden Objektiven: Fujinon XF18-55mm f/2.8-4, Fujinon XF100-400mm f/4.5-5.6 und Samyang 12mm f/2.0

Glockner Photography - 26. Februar 2018 - 08:58

Richtig tolle Bilder Florian, ganz große Klasse, mag ich total !
Gruß Alex

Thomas Dimroth - 27. Februar 2018 - 08:28

Hallo Florian,
bin über Facebook auf Deinen Blog gestoßen und bin tief beeindruckt. fantastische Fotos (mit Fuji!!) und der sparsame aber sehr informative Text, Gratulation.
Dein Blog motiviert mich sehr, auch endlich mal nach Afrika zu reisen.
Darf ich ggfs. wegen Organisation etc. mal bei Dir nachfragen?
Viele Grüße
Thomas

Florian - 27. Februar 2018 - 09:13

Hallo Thomas, es freut mich sehr, dass dir die Bilder so gut gefallen. Und klar, gern kannst du mich bezüglich Fragen kontaktieren. Am einfachsten via messanger auf facebook 🙂
LG, Florian

Christian Fritsch - 28. Februar 2018 - 23:14

Wunderbare Aufnahmen. Ich bin selbst frischer Besitzer der Fuji X-T2 und über XT-2 Facebook Gruppe auf deine Webseite gestoßen. Freue mich nun noch mehr über den Umstieg auf die Fuji und auf meine künftigen Aufnahmen damit. Das Samyang 12 mm interessiert mich nun noch mehr.

Jens Kühnemund - 3. März 2018 - 17:36

Wow, Floh!!! Exzellente Fotos! Ich bin mehr als nur beeindruckt!

LG Jens

Andrea - 8. März 2018 - 09:35

Wunderbare Bilder Florian!!!
Herzliche Grüße
Andrea

Olly - 22. Juli 2018 - 10:34

Hallo Florian,
sensationelle Fotos, die deinen Reisebericht perfekt untermalen. Müsste ich meine Favoriten benennen, würde ich mich schwer tun. Allerdings stechen einige Fotos so arg hervor, dass es nicht unmöglich ist. Vor allem aber erzählen die Fotos an sich schon eine Story, so dass der geschriebene Text nur noch ergänzt, was man den Fotos nicht entnehmen kann.. z.B. der Grund für die Rotfärbung des Sandes.
Spannend zu sehen, dass du auf Fujifilm Equipment gewechselt hast.

Viele Grüße,
Olly

PS: möge dir die Lust und der Spaß am Reisen und der Landschafts-/Reisefotografie nicht vergehen..

Your email is never published or shared. Required fields are marked *

*

*