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Nepal 2017

 

Nepal

Nach meiner kurzen Reise durch den Norden Indiens verbrachte ich noch ein paar Tage in Nepal. Geplant waren der Besuch der Geburtsstätte Buddhas in Lumbini, eine Safari durch den Royal Chitwan Nationalpark, ein paar entspannte Stunden in Pokhara und eine abschließende Besichtigng von Kathmand.

Nach den vielen urbanen Eindrücken in Delhi, Jaipur, Agra und Varanasi, freute ich mich doch sehr darauf, etwas mehr Landschaft und Natur in Nepal erleben zu dürfen.

Los ging es jedoch zunächst mit etwas Kultur in Lumbini. Der Ort liegt etwa 30 km nördlich der Grenze zu Indien und gilt als der Geburtsort von Siddhartha Gautamas, des Begründers des Buddhismus. Buddha soll dort im Jahre 563 v. Chr. während einer Reise zur Welt gekommen sein. Die Angaben bezüglich Ort und Zeit seiner Geburt sind jedoch sehr umstritten.

Von Lumbini aus ging es dann etwa 130 km weiter in den Osten an den Rand des Chitwan-Nationalparks, wo wir zwei Nächte in einem kleinen Tharu Dorf verbrachten. Die Safari im Nationalpark war auf jeden Fall ein empfehlenswertes Erlebnis, aber das Highlight dieser Etappe waren zweifellos die Streifzüge durch das ländliche Dorf, mit all den vielen Impressionen vom Leben und Tharu, in ihren teilweise sehr einfachen Holzhütten und teilweise recht bunt gestalteten Steinhäuschen.Ganz anders präsentierte sich Pokhara 150km weiter nördlich. Mit seinen über 300000 Einwohnern ist es neben Kathmandu die zweitgrößte Stadt des Landes und aufgrund seiner geografischen Lage ein idealer Ausgangspunkt für viele Trekkingtouren ins angrenzende Himalaya Gebirge. Dementsprechend groß ist die Touristendichte und das Angebot an Bars, Treckingshops, etc. Ein besonderes Highlight ist zweifellos der Ausblick vom 1600m hohen Berg Sarangkot, der unmittelbar an die Stadt grenzt. Von hier aus hat man eine phantastische Sicht auf das Annapura Gebirgsmassiv mit seinen mehreren 8000er Gipfeln. Wir machten uns daher sehr früh morgens auf den Weg und suchten uns ein gemütliches Fleckchen, von dem aus wir den Sonnenaufgang genießen konnten, der den Schneebedeckten Gipfel des zehnthöchsten Berges der Erde in ein sattes Rot tauchte.Zurück im Pokhara Tal entschloss ich mich für eine Bootstour über den Phewa Lake und eine kurzen Spaziergang zu der 300m höher gelegenen World Peace Pagoda, von der aus man einen sehr schönen Blick auf die Stadt werfen kann.Die letzte Station auf meiner Reise durch Nepal war das 200km süd-östlich gelegene Katmandu, das wir nach einer etwa 6 stündigen Busfahrt erreichten. Je näher wir der Stadt kamen, umso mehr waren die Auswirkungen des schweren Erdbebens von 2015 zu erkennen, dessen Epizentrum nur knapp 80km nordwestlich der Hauptstadt lag und das mit einer Stärke von 7.8 weit über 8000 Menschen das Leben kostete. Während über viele Kilometer hinweg intensiv an der Beseitigung der Straßenschäden gearbeitet wurde, wirkten viele Häuser nur sehr notdürftig, oder überhaupt nicht, repariert. Das Katmandu-Tal wird zweifellos noch viele Jahre benötigen um sich von dieser Katastrophe zu erholen. Viele Kulturgüter sind jedoch für immer verloren. So wurde z.B. 50 Pagoden, Tempel und Paläste in Katmandu beschädigt oder zerstört.

 

Eines der Hauptheiligtümer der Hindus und Buddhisten Nepals, der Swayambhunath Templelkomplex, blieb zum Glück überwiegend erhalten. Dort machten wir als erstes halt und bestaunten u.a. die gigantischen allsehenden Augen Buddhas auf der vergoldeten Stupa, die in jede Himmelsrichtung gerichtet und weite über die Grenzen Katmandus hinaus zu erkennen sind. Der auch als Affentempel bekannte Komplex ist zweieinhalbtausend Jahre alt und damit einer der ältesten buddhistischen Tempel der Welt.

Alle folgenden Impressionen stammen teilweise aus der Altstadt von Kathmandu, teilweise vom Platz des königlichen Palasts (Dubar-Platz), wo jedoch viele der einst 50 Pagoden, Tempeln und Paläste durch das Erdbeben zerstört wurden, und teilweise vom Tempelbezirk  Pashupatinath, der etwas außerhalb von Kathmandu am Bagmati-Fluss liegt und wo, ähnlich wie im indischen Varanasi, die sterblichen Überreste gläubiger Hindus verbrannt werden.

Als abschließendes Highlight meiner Nepal-Reise hatte ich eigentlich am letzten Tag noch einen Flug zum Mount Everest geplant. Dieser musste jedoch aufgrund schlechter Wetterbedingungen abgesagt werden und so blieb mir nur dieser letzte Blick aus dem Linienflugzeugt auf das gigantische Himalaya Massiv, dessen Bergspitzen weit über die Wolkendecke hinaus ragen und in das Weiß ihrer ewigen Gletscher gehüllt sind.

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Sarah - 24. Juni 2017 - 23:13

Mal wieder ganz wundervolle Bilder und ein sehr schön geschreibener Bereicht. Danke für den Einblick in das Leben und die Natur von Nepal 🙂

Maurice Hermes - 25. Juni 2017 - 07:09

Goregeous shots! Have been in Kathmandu five years ago. Too bad that so many nice places got destroyed.
Btw. what camera did you use?

Pete Young - 25. Juni 2017 - 13:27

Well done! Can’t decide what I like most, you weddings, your portraits or your traveling pictures. They are all so great!
Greetings, Pete

Florian - 25. Juni 2017 - 13:35

@Maurice: Thanks, glad that you like my pictures 🙂 I used a Fuji X-T2 together with the following lenses: Fujinon XF18-55mm f/2.8-4, Fujinon XF55-200mm f/3.5-4.8, Samyang 12mm f/2.0

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