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Schweden 2020

 

Schweden

Im September 2020 reisten Mei, ihr Hund Summer, mein kleiner Bulli und ich durch den Süden von Schweden. Eigentlich wollten wir in die Bretagne. Frankreich litt zu dieser Zeit jedoch sehr unter den Folgen der weltweiten Pandemie, wohingegen die Infektionszahlen in Schweden deutlich geringer und rückläufig waren. Und so entschieden wir uns recht spontan, den Weg gen Norden anzutreten. Mit der Fähre ging es von Fehmarn zunächst nach Dänemark und dann an Kopenhagen vorbei über die Öresundbrücke zu unserem ersten Nachtquartier direkt am Strand (Löderups Strandbads). Wie wohl viele unter uns liebe ich es, morgens von Wellenrauschen geweckt zu werden, um anschließend ein gemütliches Frühstück mit Blick aufs schier unendliche Meer zu genießen.
Die Camping-Saison in Schweden neigt sich im September recht rasant dem Ende. Während unserer Reise waren bereits viele Übernachtungsmöglichkeiten geschlossen oder nur temporär besetzt. Das bedeutete für uns einen etwas erhöhten Planungsaufwand, der darin bestand, dass wir uns stets zunächst telefonisch erkundigen mussten, wo wir die Folgenacht verbleiben konnten. Auf der anderen Seite bedeutete der Besuch außerhalb der Hochsaison für uns, dass wir sehr oft die Stände und teilweise auch die Stellplätze ganz für uns allein hatten. Zum Glück waren auch alle Nationalparks, deren Besuch wir eingeplant hatten, geöffnet. Der erste war Stenshuvud. Von da aus ging es dann weiter an der Küste entlang, über die Halbinsel Öland, diversen menschenleeren Stränden, dem Nationalpark Tyresta und einigen Campingplätzen nach Stockholm. (Rigeleje, Sandviks, Strandstuvikens, Gålö Havsbad, First Camp City-Stockholm ).
Insgesamt nahmen wir uns 6 Tage Zeit für die erste Etappe unserer Reise.

 

Von Stockholm ging es dann weiter quer durchs Land an die Westküste. Auf diesem Abschnitt war der Campingplatz Åråshult unser absolutes Highlight. Der äußerst nette und zuvorkommende Besitzer hat hier in einem Zeitraum von über 30 Jahren einen sehr liebevoll gestalteten Ort entstehen lassen, der uns mehr an ein altes Dorf oder ein Freilichtmuseum erinnerte, als einen Campingplatz.

 

Auf der Westküste angelangt verbrachten wir die erste Nacht auf dem Lagunen & Stugor Campingplatz (https://www.lagunen.se/). Der zweifellos größte, aber mit uns als einzige Gäste, auch einsamste Platz auf unserer gesamten Reise. Im Sommer ist dieser Ort sicherlich äußerst lebendig und angefüllt mit unzähligen Badegästen, doch während unseres Besuchs wirkte er, mit den kleinen verlassenen Hütten im tristen, regnerischen Wetter, wie eine Geisterstadt.

Von da aus ging es dann weiter an der Küste entlang in südlicher Richtung nach Smögen. Der kleine Fischereihafen mit seinem ein Kilometer lange Holzsteg Smögenbryggan ist das absolute Highlight dieses Ortes und im Sommer gewiss ein gigantischer Touristenmagnet. Auch der kleine Rundweg “Friluftsled” durch die Felsen der Insel Kleven hat uns sehr gefallen.

Den letzten Stopp in Schweden legten wir in Falsterbo ein und gönnten uns einen schönen langen Spaziergang am Strand entlang zum Måkläppen Naturreservat, bevor es dann zurück über Dänemark nach Fehmarn ging.

Im Gegensatz zum Trip durch Norwegen, hat dieses mal der Motor problemlos durchgehalten und uns der Bulli sicher und heil nach Hause gebracht.